Beurre de Karité
Karitébutter oder Sheabutter
Der Afrikanische Butterbaum (Vitellaria paradoxa – Butyrospermum parkii – Arbre de Karité – Sheatree) trägt Früchte, welche Nüsse enthalten. Aus deren Kernen wird ein Fett gewonnen, welches seit Jahrtausenden für verschiedenste Zwecke verwendet wird: Küche, Hautschutz, Heilsalbe, religiöse Salbungen, Seife, Holzschutz etc. Letzte, bei der Herstellung übrig bleibende Reste wurden und werden in den Verputz von Lehmhäusern gemischt.

Dieses Fett wird außerhalb Afrikas – je nach Sprachraum – Beurre de Karité, also Karitébutter, oder Sheabutter genannt. Karité kommt aus der Sprache der Wolof und Shea (sprich: schii) aus der Sprache der Bambara. In Afrika hat es je nach Gegend und lokaler Sprache viele verschiedene Bezeichnungen.


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Schokolade, Gebäck, Kosmetik
Große Mengen von Beurre de Karité werden aus Westafrika in die Industrieländer (Europa, Nordamerika, Japan) für die Produktion von Schokolade und Gebäck exportiert, kleinere Mengen für die Herstellung von Kosmetik. Als Konsistenzgeber, aber auch wegen seiner pflegenden und beruhigenden Eigenschaften wird Beurre de Karité in vielen, vor allem den teureren Pflege-Produkten eingesetzt. Seit sie unter der Bezeichnung Sheabutter bekannter wird, wird sie in raffinierter Form auch "Pflegelinien", welche Erdölprodukte (z.B. paraffinum liquidum) und Konservierungsmittel (z.B. verschiedene Parabene) enthalten, zugesetzt – und diese anschließend als "mit Sheabutter" beworben. Die großen Konzerne sichern sich ihre Markt-Anteile vom wachsenden Bedürfnis nach Naturkosmetik - siehe z.B. L'Oreal (The BodyShop) oder Beiersdorf (Nivea).
Wie bei anderen wertvollen und gefragten Naturprodukten auch, variieren Qualitäten und Preise stark. Sie hängen im wesentlichen von der Art ab, wie die Karitébutter aus den Kernen gewonnen wird – als auch davon, wie sie anschließend be- und verarbeitet wird.
Als erste Kriterien für die Beurteilung eines Produkts können verwendet werden:
- Reinheit – handelt es sich um pure Beurre de Karité /Sheabutter oder um Karitébutter als einen Bestandteil unter anderen? Wenn es nicht 100% reine Karitébutter ist – wird angegeben, wieviel des "guten Stoffs" enthalten ist? Handelt es sich bei den anderen Bestandteilen (ausschließlich) um wertvolle Pflanzenöle – oder sind auch Mineralölprodukte (z.B. Paraffin) enthalten? Sind Konservierungsmittel und/oder Duftstoffe zugesetzt worden?
- Methode der Gewinnung – wird angegeben, ob die Karitébutter industriell (also chemisch) extrahiert worden ist? Oder ist sie in Afrika nach dem traditionellen Verfahren gekocht worden? Oder ist sie kalt/mechanisch gepreßt und auch nachträglich nicht gekocht worden? Oder durch Zentrifugieren gewonnen?
- Raffiniert oder unraffiniert: Beurre de Karité /Sheabutter, welche in Cremes und Lotionen weiterverarbeitet wird, soll farb- und geruchlos sein. Bei industriell gewonnener Beurre stellt sich die Frage gar nicht – die ist schneeweiß und vollständig geruchlos. Ist sie in Afrika nach dem traditionellen Verfahren hergestellt worden, wird dann in den USA oder Europa raffiniert, desodoriert und entfärbt – auf chemischem Wege oder durch Heißdampf unter Hochdruck. ... Das kann selbst bei hochpreisiger 100% reiner Beurre de Karité oder Sheabutter passieren – und wird häufig nicht angegeben, läßt sich aber an der schneeweißen Farbe erkennen. Das Argument heißt dann, man könne den "afrikanischen" Geruch den Nasen der Europäerinnen und Europäer nicht zumuten. Wobei zugegeben werden muß, daß manche wirklich stinkt – aber eben nur manche.
Auch mit Bio-Zertifikat gesammelte und in Afrika von Frauenkooperativen hergestellte oder auch gepreßte Karitébutter wird wegen mangelnder Qualität raffiniert – das heißt dann gelegentlich verschämt "bio-raffiniert". Erreicht wird das meist durch die Behandlung mit ca. 240 Grad heißem Wasserdampf. - Ob der Geruch zumutbar ist, ist zum einen Geschmackssache und damit sehr individuell. Zum anderen ist das Aroma der direkt aus Afrika importierten, auf traditionelle Weise hergestellten Beurre wegen des Röstens der Kerne und wegen der Holzfeuer beim Kochen der Masse unterschiedlich und manchmal sehr intensiv, teilweise auch wie geräuchert – im Unterschied zu Beurre, welche durch mechanische Verfahren und ohne Zuführen von Wärme gewonnen wird.
Die von Leib&LebensKunst unter der Marke ITÉ angebotenen Sorten von Beurre de Karité sind entweder auf mechanischem Wege kaltgepreßt oder im Falle der neuen PARADOXA zentrifugiert.
Sie sind unbedingt naturbelassen (un-raffiniert) und 100% pur – ohne alle Zusätze (weder Kon- servierungsmittel noch Duftstoffe oder Füllstoffe).
Sowohl unsere NILOTICA als auch unsere neue PARADOXA haben einen sehr dezenten Geruch.
Die neue COCOSHEA riecht etwas nach Kokos - für meine Nase wie Kokosmakronen, was sich auf
der Haut rasch verflüchtigt
Für die neue Sorte COCOSHEA wird der PARADOXA Kokosöl zugemischt. Das dafür verwendete Kokosöl stammt aus kontrollierten Familienplantagen auf den Philippinen. Es wird vor Ort aus erntefrischen Kokosnüssen nach einem schonenden Verfahren kaltgepreßt und weder raffiniert noch gehärtet oder sonstwie bearbeitet – ein bio-zertifiziertes Lebensmittel bester Qualität.
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| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 21. Januar 2011 um 12:48 Uhr |
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