Text und Bilder mit freundlicher Erlaubnis von Monsieur Pobeda von Codina-Paris
(aus dem Französischen übertragen von G. Kamper)
Die wahrhaft "gepresste" Karité- bzw. Sheabutter
Bei Codina hat man sich entschieden zu erläutern, wie man Karité für kosmetische Zwecke herstellt, ohne chemische Extraktionsmittel zu verwenden.
Die Kariténüsse (oder Schi- bzw. Shea-Butterbaumnüsse) werden in Westafrika gesammelt, in der Baumsavanne. Es gibt keine Anpflanzungen und daher keine Düngemittel und keine Insektenschutzmittel (Insektizide).
Karité ist besser als "bio", sie ist "wild".
Eine erste Kontrolle der Qualität erlaubt, sich der Qualität der Nüsse zu vergewissern (Feuchtigkeit, Säuregehalt, Peroxydzahl). Diese Kontrolle wird bei Ankunft der Lastwagen und vor dem Verladen ins Schiff durchgeführt.
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Eingeschifft am Hafen von Lomé (Togo) oder von Cotonou (Benin), reisen die Nüsse in Containern, entweder offen oder in Säcken. Zwei Wochen später kommen sie im französischen Le Havre an und werden entladen. |
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Vorbereitung zum ZermahlenDie Säcke werden geöffnet und in eine große Schütte geleert. Die Nüsse werden in belüftete Silos gefüllt und für das Zermahlen (Zerreiben) bereitgestellt. Die Nüsse bleiben die ganze Zeit vor schlechtem Wetter oder Sonne geschützt. Am Tag des Zermahlens spucken die Münder des Silos kontinuierlich die Karité-Kerne in die Werkstätten mit den Pressen. |
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Die Kerne kommen über den Pressen an und stürzen in einen großen Trichter. Das Wartungsteam sichert das perfekte Funktionieren des ganzen Ensembles und es gibt wenige Eingriffe durch Menschen während dieser Phase der Zufuhr. Eine Presse ist eine Maschine, welche auch in eine Fabrik des 19. Jahrhunderts passen würde. a) Entweder verwendet man eine hydraulische Presse, nachdem man die Kerne oder Samen mittels eines Mühlsteins zermahlen hat (Nüsse, Haselnüsse, Oliven bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts). Dieses Prinzip wird immer für Kerne verwendet, die leicht geröstet werden müssen, um ihr Aroma zu entwickeln (gastronomische Verwendung). Das ist der Grund, weshalb die „handwerklich“ hergestellte afrikanische Karitébutter eine kräftigere Farbe hat und stärker riecht. Die Frauen verwenden kochendes Wasser, um die Butter herauszudrücken. Diese Hitze entwickelt Farbe und Geruch, sie ist aber schädlich für die Vitamine. b) Oder im Gegensatz dazu mit unserem System des mechanischen Pressens gehen die Kerne durch eine horizontale Presse, wie die Photos das zeigen. Eine große konische Schraube führt die Nüsse in Richtung einer immer kleineren Mündung. |
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An den Seite fallen Nüsse zurück und werden in den Kreislauf zurückgegeben. Zu beachten ist, daß keine Art von Heizung vorhanden ist.
Ohne berührt zu werden, läuft das Produkt weiter durch die Förderschnecken. |
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Die flüssige Butter wird durch Filter geschickt Im Gegensatz zur handwerklich hergestellten Butter kommt die mechanisch gepreßte Butter in keinem Fall mit Wasser in Berührung. Bei der lokalen Technik der Herstellung von Karitébutter in Afrika wird aus den gemahlenen Nüssen ein „Teig“ zubereitet, welcher in kochendes Wasser geworfen wird um die Butter zu trennen, welche aufsteigt und dann oben schwimmt. Die Vitamine werden „durchgebeutelt“ ... |
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In Eimer zu 25 kg gefüllt kann die Karitébutter nun in einen Kühlraum gebracht werden, um dort aufbewahrt zu werden. Ein Container mit 18 Tonnen Kariténüssen ergibt ungefähr 6 Tonnen Butter. Der schnelle Umschlag und Kunden in der ganzen Welt erlauben es, von einem Produkt zu profitieren, das immer „frisch“ ist. Die Butter wird „als Bulkware“ in die USA, nach Brasilien, in den Mittleren Osten, nach Asien und in die Mehrzahl der europäischen Länder exportiert. Die beste Karitébutter ist nicht raffiniert. Sie behält die Farbe von Elfenbein oder gelb bis grau-grün, abhängig vom Erntezeitpunkt. In einer weiteren Werkstatt werden Kühlzellen verwendet, damit die Butter durch schnelles Abkühlen eine vergleichsweise weiche Konsistenz behält. |
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Die Butter kann auch eine Reihe weiterer Werkstätten durchlaufen um raffiniert zu werden (Butter, welche beispielsweise in Cremes, Lotionen und für Lippenstifte verwendet wird). Für kosmetische Zubereitungen ist es häufig nötig, über eine Butter mit immer gleichbleibendem Säuregehalt und heller Farbe zu verfügen. Ein anderes Problem entsteht durch den Geruch. Der Entwickler von Rezepturen zieht es vor, sein Parfüm zuzusetzen. Die kosmetischen und pharmazeutischen Laboratorien verlangen ein raffiniertes Produkt, d.h. neutralisiert, entfärbt und geruchlos. Die Verfahren zur Neutralisierung entfernen die freien Fettsäuren, welche zu einem gesondert aufbewahrten Seifenteig werden. |
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| Die Verfahren des Filterns erlauben, die Fasern zu entfernen. Das ist das Entfärben. Erreicht wird es, indem die Butter in großen horizontalen Filterpressen durch weiße Erde gedrückt wird. Zum Desodorieren werden die Gerüche mittels Wasserdampf unter Vakuum entzogen (nur bei der Butter, welche für Labors bestimmt ist). Längs-Filtrierpressen Das Filtern erlaubt, die kleinen Fasern zu eliminieren und die Butter zu entfärben. Das wird über weisser Erde und Kohlenstoff gemacht. |
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Die flüssige Butter kommt durch ein gebogenes Rohr an. Die Butter bleibt vor Sauerstoff geschützt und kann so sehr lange Zeit aufbewahrt werden. Die Qualitätskontrolle erfolgt für jede Partie und das Labor analysiert den Säuregehalt und die Peroxydzahl. |
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Die Rohstoffe sind edel, helfen Sie uns, daß sie geachtet werden ... |
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| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 01. September 2009 um 14:39 Uhr |











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