Wieso zwei Sorten?
Die Bäume, aus deren nußartigen Kernen die Karitébutter gewonnen wird, wachsen wild, über viele Quadratkilometer verteilt in den Savannen – bis heute gibt es keine Züchtungen, keine Plantagen. Möglicherweise kommt es von dieser "Wildheit", daß diese Bäume echte Individuen zu sein scheinen: die Untersuchungen der einzelnen Charakteristika der Nüsse bzw. des Fetts zeigen für verschiedene Bäume in den gleichen Gegenden teilweise stark unterschiedliche Ergebnisse.
Eines aber ist klar:
die Botaniker haben über die ganze Breite des sogenannten Gürtels, in dem diese Bäume wachsen (shea belt), zwei verschiedene Sub-Species festgestellt – die in Westafrika beheimatete Subspecies paradoxa und die in Ostafrika beheimatete Subspecies nilotica (Bezug auf das Quellgebiet des Nils).
Sich an den Bäumen orientierend kann man also nur diese beiden Sorten unterscheiden.
Und genau das mache ich.
Der dringende Wunsch bzw. die Notwendigkeit, einen weiteren Lieferanten für mechanisch "kalt" gepreßte Karitébutter erstklassiger Qualität zu finden hatte als ein Ergebnis den Kontakt zu einem Lieferanten gepreßter Beurre, welche auch noch bio- und sozial/ethisch zertifiziert ist. Ohne daß das ursprünglich geplant war, gibt es nun ab der Saison 2009/10 eine weitere Sorte Karitébutter. Das ist spannend, denn bedingt v.a. durch die politische Situation im Gebiet Süd-Sudan und Nord-Uganda kommt nur sehr wenig ostafrikanische Butter im Norden/Westen auf den Markt.
Mein persönlicher Favorit ist eindeutig die aus westafrikanischen Nüssen in Frankreich gepreßte Beurre, wie wir sie bereits in der Test- und in der Erprobungsphase angeboten haben. Zum einen liebe ich ihren Geruch. Zum anderen neige ich zu Problemstellen, kleinen Entzündungen der Haut. Und da hilft mir die Paradoxa wunderbar. Wobei ich eine Mini der Nilotica dazunehmen werde – in meiner trockenen Nase ist diese viel weichere Sorte deutlich leichter anzuwenden. Dabei gleichzeitig angenehmer und wirksamer als alles, was ich mir früher in der Apotheke dafür geholt hatte.
Korrektur/Ergänzung Nov. 2009:
Auch ich werde demnächst auf die NILOTICA "umsteigen". Beurre de Karité auf eine Weise kalt zu pressen, daß das Ergebnis auch wirklich befriedigend ist, ist nicht einfach. Und setzt voraus, daß für den Ölmüller, der das kann, der Nachschub an erstklassigen Nüssen klappt. Das war dies Jahr leider nicht der Fall. Andere haben es versucht, aber die Qualität nicht erreicht. Überlegungen, wie diese Situation produktiv gelöst werden kann, sind in Arbeit und werden Investitionen verlangen. Aber das geht alles nicht so schnell. Bis dahin bin ich froh, genug NILOTICA bekommen zu können.
Was die Paradoxa angeht, haben sich sowohl meine Schwester als auch eine meiner Cousinen deutlich beschwert, daß sie weder den Geruch noch die etwas feste Konsistenz mögen. Sinngemäß die eine: Das muß morgens nach dem Duschen in Sekundenschnelle gehen. Und die andere packt ihre Dose hinten in den Kühlschrank und verwendet sie überhaupt nur als Heilsalbe, wenn Bedarf auftritt. Originalton: Was heilt, darf "stinken"
Die beiden sind meine ersten Kandidatinnen für die weiche, nur ganz schwach riechende Nilotica.
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ITÉ Beurre de Karité PARADOXA
zur Zeit leider nicht lieferbar |
ITÉ Beurre de Karité NILOTICA (bio) - ab sofort lieferbar
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hergestellt aus Nüssen
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westafrikanischer Herkunft Vitellaria paradoxa subsp. paradoxa
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ostafrikanischer Herkunft
konkret: Uganda, aus einem naturland-zertifizierten Sammelgebiet
Vitellaria paradoxa subsp. nilotica
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mechanisch gepreßt
(kalt-gepreßt)
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in Kenia
von einem bio- und sozial/ethisch zertifizierten Betrieb |
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empfohlen für
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für alle, und speziell
für Menschen
mit ganz besonders trockener Haut auch für schwellende Bäuche (Schwangerschaft) und anschließend die Babies
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für alle, die es lieber weich mögen zum Auftragen
wer speziell bedürftige Hautstellen hat, muß sie evtl. öfter als einmal täglich auftragen vor allem für Menschen, welche den Geruch der gepreßten Beurre paradoxa nicht mögen - die nilotica riecht nur ganz schwach na ja, und für uns alle, welche gerne auch eine schöne PARADOXA hätten (ja, ich liebe den Geruch und auch die Konsistenz) - aber wenn die nicht zu haben ist eine excellente NILOTICA allem anderen vorziehen
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Beide Sorten sind selbstverständlich NICHT-raffiniert und 100% pur, unvermischt
ohne irgendwelche Zusätze (keine Konservierungs- oder Duftstoffe) und auch keine Hilfsstoffe eingesetzt (auch nicht die für zertifizierte Naturkosmetik zugelassenen) Also bestens geeignet für alle, die ohne Not keine Chemie an ihre Haut lassen wollen – oder diese ohnehin nur sehr schlecht vertragen würden.
Keine Tierversuche. Kosmetische Produkte mit solchen sind in der EU ohnehin nicht mehr erlaubt, endlich. Beide Sorten sind in Afrika bereits seit Jahrtausenden in Verwendung – sozusagen der umfangreichste und längste "Test" in der Geschichte der Kosmetik.
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Werte folgen, sobald die vollständigen Laborwerte vorliegen
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Konsistenz bei Zimmertemperatur
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ziemlich fest, weil
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eher weich, weil
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abhängig vom Fettsäure-Profil
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im Verhältnis mehr Stearinsäure und weniger Ölsäure
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im Verhältnis mehr Ölsäure und weniger Stearinsäure
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schmilzt bei Hauttemperatur
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schnell, unter etwas Druck sofort
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sofort
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nicht-verseifbare Bestandteile
(nach Dr. Hunter die Heilfraktion)
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höher als bei nilotica
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niedriger als bei paradoxa
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Geruch
(Eigengeruch, keine Duftstoffe) |
wird unterschiedlich beschrieben, am häufigsten als:
erdig, nußig, buttrig, schokoladig, wie frisch gesägtes Holz usw. |
ganz schwach
eigentlich nur fettig evtl. entfernt nach Kakaobutter |
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Was noch möglich wäre an Unterscheidung von Sorten - aber (erstmal) nicht:
Was auch ziemlich eindeutig festgestellt worden ist:
Je heißer und trockener die Gegend, in der ein Baum wächst, desto höher der Anteil der Stearinsäure (eine der wesentlichen Fettsäuren in der Beurre) im Verhältnis zur Ölsäure (die andere Haupt-Fettsäure im Profil der Beurre) – und je mehr Stearinsäure, desto fester ist die Karitébutter. Zum Beispiel gilt die Beurre de Karité vom Mossi-Plateau (Hochland im Zentrum Burkina Fasos) allgemein als die härteste. Ich selbst hatte schon Beurre aus Mali – aus traditioneller Herstellung, von guter Qualität – welche im Senegal angenehm weich war. Aber unter den Bedingungen der Zimmertemperatur hier in Berlin mußte ich sie mit einem großen Messer vom Block hacken.
In dieser Hinsicht könnte man eine ganze Anzahl "Sorten" unterscheiden – orientiert an Merkmalen der Konsistenz (chemischer Profile im Detail) und der Herkunftsregion – evtl. auch nach Herstellerin, Hersteller. Langsam gibt es auch in Afrika die/den einen oder anderen, die/der sich eine ordentliche Presse leistet. Aber das ist noch Zukunftsmusik – noch stimmt die Qualität nicht.
Nach Herstellung und Behandlung:
Es gibt verschiedene Arten, die Beurre aus den Kernen zu gewinnen – wie auf den anderen Seiten bereits erläutert und teilweise mit Bildern dargestellt. Insofern werden dann auch unterschiedliche Produkte angeboten: chemisch extrahiert, traditionell hergestellt, unraffiniert oder raffiniert, chemisch raffiniert oder mit Heißdampf raffiniert oder mechanisch raffiniert, pur oder als Bestandteil einer Zubereitung, einer Creme oder Lotion etc.
Mich interessiert aber nur die mechanisch gepreßte Beurre – und zwar ohne zugeführte Wärme, "kalt"-Pressung genannt – unbehandelt, nicht-raffiniert, pur.
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| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 13. November 2009 um 00:46 Uhr |
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