Häufig gestellte Fragen zur Beurre de Karité (Karitébutter, Sheabutter)
mit Antworten von Dr. Gertrud Kamper
- Was ist der Unterschied zwischen Karitébutter und Sheabutter?
- Woraus wird Karitébutter gemacht?
- Wie ist die Zusammensetzung?
- Ist Karitébutter zum Essen?
- Wozu ist Karitébutter gut?
- Für wen ist pure, unraffinierte Karitébutter geeignet?
- Wieso meinen Sie, daß ITÉ-Karitébutter von besserer Qualität sei als was man sonst bekommt?
- Die Konsistenz ist recht fest — muß das sein?
- Wie kommt es zu dem Geruch? Wieso riecht sie anders als die in Afrika?
- Zieht sie gut ein? Und wieviel braucht man davon?
- Was ist Karitébutter — eine Handcreme?
- Wie lange ist Karitébutter haltbar?
- Wieso ist die große Dose so viel günstiger als die kleine?
- Stammt ITÉ-Karitébutter aus kontrolliert-biologischem Anbau?
- Ist ITÉ-Karitébutter FairTrade-gehandelt?
Was ist der Unterschied zwischen Karitébutter und Sheabutter?Der Unterschied ist rein sprachlich und geht auf die Bezeichnung für den Baum und das Fett aus seinen Nußkernen in zwei verschiedenen afrikanischen Sprachen zurück. Bei einer so wichtigen Pflanze und einem so wichtigen Pflanzenfett (Speisefett, Pflegemittel, Heilmittel, Kultische Gabe, Marktware etc.) hat selbstverständlich jede regionale und lokale afrikanische Sprache in den Ländern, wo der Baum wächst, eine eigene Bezeichnung dafür. Karité bezieht sich auf Wolof und "Beurre de Karité" ist die im französischen Sprachraum, also auch in frankophonen afrikanischen Ländern übliche Bezeichnung. Shea (ausgesprochen: schii) bezieht sich auf Bambara und "Sheabutter" (oft sche-a-batter ausgesprochen) ist die im englischen Sprachraum übliche Bezeichnung. Ich selbst neige zu Karité, weil ich dieses phantastische Mittel im Senegal, also im französisch-sprachigen Zusammenhang, kennengelernt habe. Die reine Butter Paradoxa, die ich anbiete, wird aus Nüssen aus Togo und Benin – also aus Kolonialzeiten her französisch-sprachigen Ländern – gewonnen und in Frankreich gepreßt. Die reine Butter Nilotica wird in Kenia aus Nüssen aus Uganda gepreßt - also aus Kolonialzeiten her englisch-sprachigen Ländern. |
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Woraus wird Karitébutter gemacht?Der Arbre de Karité oder Sheatree oder Afrikanische Buttersamenbaum wächst in Afrika in einem breiten Streifen am südlichen Rand der Sahelzone vom Osten Senegals bis nach Uganda. Ab dem Alter von 15 bis 20 Jahren trägt er Früchte, die enthalten eine Nuß, in der ein sehr fettreicher Kern steckt. Aus diesem Kern wird das Fett auf grundsätzlich drei verschiedene Weisen gewonnen:
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Wie ist die Zusammensetzung?Es handelt sich bei ITÉ-Karitébutter um 100% reine Karitébutter, eine Mono-Substanz. Sie enthält nichts sonst. Es werden auch bei der Herstellung keine Hilfsstoffe (Wasser, Chemikalien etc.) verwendet. Das ist nicht uninteressant - denn bei der Herstellung von Produkten, welche ganz offiziell als "Naturkosmetik" bezeichnet werden, dürfen eine ganze Reihe von Hilfsstoffen verwendet werden, welche im Unterschied zu Zusatzstoffen nirgends angegeben werden. Wenn Sie also ein solches "naturkosmetisches" Mittel nicht vertragen, muß das keineswegs an der enthaltenen pflanzlichen Substanz liegen. Zu den Details der für westafrikanische und ostafrikanische Karitébuttern typischen Fettsäure-Profile bitte auf der entsprechenden Seite weiterlesen. |
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Ist Karitébutter zum Essen?Sie können sie essen – in Afrika, dort wo die Frauen sie selbst herstellen oder auf dem Markt kaufen, ist sie seit Jahrhunderten, wenn nicht Jahrtausenden das teilweise einzige, jedenfalls bevorzugte Speisefett. Und die von mir angebotene hat nach Aussage des Labors in Berlin eindeutig Lebensmittelqualität. Aber hier haben wir so viele hervorragende Speisefette – wie z.B. die Olivenöle –, daß ich keinen Grund sehe, Karitébutter in der Küche zu verwenden. Die meisten aus Pflanzen, Früchten, Nüssen gewonnenen Fette werden als Öle bezeichnet. Da das Fett aus der Kariténuß bei Zimmertemperatur von ziemlich fester Konsistenz ist ("solid"), wird es Butter genannt. Karitéöl entsteht, wenn die festen und die flüssigen Bestandteile getrennt werden. |
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Wozu ist Karitébutter gut?Sie ist eines der, wenn nicht das wertvollste kosmetische Pflanzenfett – höchster Anteil an nicht-verseifbaren Fetten, natürliche Gehalte an Allantoin, Provitamin A und Vitamin E usw. Wegen ihrer hohen Feuchtigkeit bindenden Wirkung und der Erhöhung der Elastizität bis in die Unterhaut ist sie ganz besonders für trockene Haut zu empfehlen und zum Schutz bei starken Beanspruchungen, sie wirkt auch lindernd bei gereizter Haut. Wie gesagt, in Afrika wird sie seit alters her von den traditionellen Medizinern als Heilsalbe verwendet – für Hautprobleme, wie für Entzündungen und kleine oberflächliche Verletzungen. Auch bei uns empfehlen der Naturheilkunde gegenüber offene Ärzte sie ihren Patientinnen und Patienten mit Hautproblemen, bis hin zur Linderung von Symptomen der Neurodermitis und Psoriasis. Bei extrem trockener Haut bzw. Hautproblemen ist die ITÉ paradoxa zu empfehlen. Während die ITÉ nilotica ebenfalls hautpflegend und Feuchtigkeit bindend wirkt, sind ihre Anteile an Unverseifbaren deutlich niedriger – und damit ihre wohltuende Wirkung auf kleine Entzündungen etc. (Persönliche Auskunft von Dr. Hunter vom American Sheabutter Institute und eigene Erfahrung) |
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Für wen ist pure, unraffinierte Karitébutter geeignet?Zunächst einmal für alle, die nichts an ihre Haut lassen wollen oder überhaupt vertragen, das auch nur Spuren chemischer Stoffe enthält – weder bei der Herstellung verwendet (sogenannte Hilfsstoffe, die nirgendwo bei den Inhalten angegeben werden) noch zur Beduftung oder Konservierung zugesetzt. Auch für jene, die keine Mineralölprodukte an ihrer Haut haben wollen oder vertragen. Das setzt natürlich eine unbehandelte und unvermischte Karitébutter voraus. Interessant finde ich die Angaben, daß das regelmäßige Einmassieren von Karitébutter das Entstehen von Schwangerschaftsstreifen verringern oder sogar verhindern kann. Zuerst wollte ich es nicht so recht glauben, aber nun haben es mir bereits zwei junge Mütter bestätigt, die ich gebeten hatte, das doch bitte zu versuchen. Den Babies tut sie übrigens auch gut. Allergiker vertragen sie sehr gut – wobei es sich selbstverständlich um eine reine Karitébutter handeln muß, ohne irgendwelche Zusätze und auch ohne chemische Hilfsstoffe gewonnen. Eine befreundete Ärztin von mehr als 70 Jahren, welche gegen mehr Stoffe allergisch ist als ich mir merken kann, verwendet schon seit mehr als einem Jahr Karitébutter. Sie hat mir letztens erfreut berichtet, daß sie jetzt schon sehr weit damit ist, ihr Cortison-Präparat ganz langsam auszuschleichen. Außerdem experimentiert sie damit, sie auf feuchte oder sogar nasse Haut aufzutragen und findet, daß auch ihre alternde Haut wieder glatter und etwas straffer wird. Vorsicht ist geboten für Menschen mit einer Latex-Allergie. Der Baum erzeugt etwas natürliches Latex und man kann davon ausgehen, daß auch auch die Karitébutter einen geringen Anteil davon enthält. |
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Wieso meinen Sie, daß ITÉ-Karitébutter von besserer Qualität sei als was man sonst bekommt?
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Die Konsistenz ist recht fest – muß das sein?Die Konsistenz einer Karitébutter hängt wesentlich von dem Verhältnis von Stearinsäure und Oleinsäure in ihrem Fettsäureprofil ab. Je höher der Anteil an Stearinsäure, dest fester ist die Butter – und umgekehrt. Nach derzeitigem Kenntnisstand hängt dieses Verhältnis von der Gegend ab, in der die Bäume wachsen bzw. von den klimatischen Bedingungen dort. Wie es scheint, erzeugt ein Baum um so mehr (harte) Stearinsäure in den Fettzellen seiner Nußkerne, je heißer und trockener seine Wachstumsbedingungen sind. Zusätzlich gibt es zwei Unterarten des Baums - eine westafrikanische (genannt Subspecies paradoxa) und eine ostafrikanische (genannt Subspecies nilotica). Die Butter aus den Nußkernen der ostafrikanischen Variante enthält im Verhältnis mehr Oleinsäure als Stearinsäure und ist entsprechend weicher in der Konsistenz. Die Schmelzpunkte der verschiedenen Fettsäuren in der westafrikanischen Karitébutter (paradoxa) beginnen bei etwa 29 Grad und liegen hauptsächlich um 34 – 35 Grad. Das bedeutet, bei 20 Grad ist sie ziemlich fest und auf der Haut, also bei Körpertemperatur schmilzt sie relativ leicht. Die ostafrikanische Karitébutter (nilotica) ist entsprechend ihrem hohen Anteil an Oleinsäure bei Zimmertemperatur sehr viel weicher und schmilzt auf der Haut sofort. Außerdem beeinflußt auch die Art der Herstellung die Konsistenz – immer auf Zimmertemperatur bezogen. Das reicht von "knochenhart" bei west-afrikanischen Importen, die ich schon selbst mit dem Messer von einem großen Block heruntergehackt habe, bis zu "relativ cremig bzw. geschmeidig" bei der ITÉ-Karitébutter paradoxa. Eine raffinierte Karitébutter kann nicht nur in Farbe und Geruch verändert sein, sondern auch in der Konsistenz. Im Vergleich zu einer unraffinieten Butter macht ihre Konsistenz einen irgendwie zähen Eindruck. Wenn Sie eine "Sheabutter"-Creme mit der üblichen weichen Konsistenz von Handcremes oder gar Lotionen finden, dann kann da nur ganz wenig Karité- oder Sheabutter drin sein – egal was drauf steht. Faustregel: je weicher, desto weniger Karité. Auch wenn es gesetzlich nicht verlangt wird: seriöse Hersteller geben zumindest an, wieviele Prozente davon enthalten sind. Bei richtig sommerlichen Temperaturen oder einem gut geheizten Badezimmer läßt sich Karitébutter paradoxa aus der Dose entnehmen wie eine beliebige nicht allzu weiche Creme. Bei unseren Normaltemperaturen bzw. meinem im Winter recht kalten Badezimmer ist mein Trick: habe ich keinen Spatel bei der Hand, benutze ich die Rückseite meines Daumennagels wie einen solchen. So kann ich gleichzeitig sehr gut kontrollieren, wieviel ich jeweils entnehme. Das ist mir wichtig, weil meine Haut an manchen Tagen mit sehr kleinen "Portionen" zufrieden ist – für eine Hand oder sogar beide Hände z.B. eine "erbsengroße Menge", weniger als von einer weichen Creme an meinem Finger hängenbleiben würde. Eine Möglichkeit ist, durch das Einmassieren von Karité, die erst auf der Haut richtig weich wird, beim Eincremen auch gleich noch ein wenig für die Durchblutung der Haut zu tun. Für empfindliche Stellen z.B. im Gesicht empfiehlt es sich, feste Karitébutter kurz zwischen den Händen zu reiben und zu drücken – wodurch die Konsistenz wirklich "butterweich" bis ölig wird. |
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Wie kommt es zu dem Geruch? Wieso riecht sie anders als die in Afrika?Das aus dem Nußkern gepreßte Fett hat einen Eigengeruch. Ein Eigengeruch ist nur schwer durch Bezug auf andere Gerüche zu umschreiben. Folgende Beschreibungen sind mir genannt worden: - erdig, - nussig, - schokoladig (kann ich persönlich am wenigsten nachvollziehen), - holzig, - getreidig, - aromatisch, - und natürlich "exotisch". Wer mal in Westafrika war und sich dort wohl gefühlt hat, wird den Geruch einfach mit Afrika assoziieren. Der Geruch von in Afrika auf traditionelle Weise hergestellter Karité /Sheabutter ist stark von dem Rösten der Kerne vor dem Stampfen /Zermahlen bestimmt. Man kann das etwa damit vergleichen, daß auch bei uns manche Saaten geröstet werden vor dem Pressen (z.B. Sesam), um einen bestimmten Geschmack zu erzielen. Es gibt eine Reihe von Faktoren beim Rösten der Karitékerne, die beeinflussen, welche Aldehyde im dem Prozeß entstehen - die wir dann als verschiedene Gerüche wahrnehmen. In ungünstigen Fällen können so Gerüche nach kaltem Rauch entstehen. Wird über Holzfeuer geröstet und gekocht, kann das Fett auch Geruchspartikel aus dem Rauch annehmen. Manche Butter riecht mehr oder minder intensiv nach Holzrauch. Das kann so weit gehen, daß die eigene Haut nach dem Einreiben kurze Zeit ein wenig nach Selchfleisch oder Rauchfleisch riecht. Gelegentlich kann der Rauchgeruch so stark sein, daß er den Eigengeruch der Karité beinahe überdeckt. Manche in Afrika hergestellte Karitébutter riecht nach Silage - fermentiertem Grünzeug. Ohne Belege dafür zu haben, kann vermutet werden, daß diese aus den Gegenden kommt, wo die Früchte vor dem Entfernen des Fruchtfleischs fermentiert werden. Eine auch für meine Nase ziemlich heftige Sache. ITÉ-Karitébuttern werden ohne Rösten mechanisch gepreßt. Bei der Sorte paradoxa erkennt man den Eigengeruch der Nußkerne. Manche Menschen mögen den Geruch sehr gerne, manche gar nicht. Am Ende ist das nicht wirklich wichtig, weil der Geruch nach ein paar Minuten verflogen ist. Bei der Sorte nilotica ist der Eigengeruch wesentlich schwächer ausgeprägt - eher nur "irgendwie fettig". Es ist möglich, den Geruch zu entfernen – durch Raffinieren. Nach chemischer Raffinierung riecht die Karitébutter überhaupt nicht mehr, nach mechanischer Raffinierung nur noch ganz schwach. Leider werden bei diesen Prozessen auch große Teile, im Falle chemischer Raffinierung praktisch alles der "heilenden Fraktion" (wie das American Sheabutter Handbook das nennt) entfernt. Die Feuchtigkeit bindende Wirkung bleibt voll erhalten, doch mit bloßem Auge schon kann man sehen, daß die gelbe Farbe verschwunden ist – womit das kostbare Pro-Vitamin A und ein Teil der Katechine weg sind. Hauptsächlich in den USA wird nicht-raffinierte Sheabutter mit ätherischen Ölen angereichert. Ich habe Proben davon versucht – nach meinem Geschmack, der zugegeben etwas puristisch ist – riechen die Ergebnisse fürchterlich. Lavendel oder verschiedene Gewürze wie auch pure Karité- oder Sheabutter sind für sich genommen für meine Nase sehr angenehm. Aber in Kombination ist das vielleicht doch nicht unbedingt für den hiesigen Geschmack. Davon abgesehen vertragen viele zu Allergien neigende Menschen ätherische Öle sehr schlecht. Deswegen habe ich entschieden, nichts dergleichen zuzusetzen. Soll das Endprodukt der gewohnten Erwartung an Cremes entsprechend "duften", wird raffinierte Karité- oder Sheabutter verwendet. Dies vor allem, wenn sie als Emollient (Dickmacher, Konsistenzgeber) und wegen ihrer phantastischen feuchtigkeitsbindenden Wirkung in Cremes eingesetzt wird. Diesen werden ätherische Öle beigegeben, damit das Ergebnis parfümiert riecht. |
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Zieht sie gut ein? Und wieviel braucht man davon?Reine Karitébutter ist sehr ergiebig und damit sparsam. Hier gilt nicht, daß mehr auch mehr hilft. ITÉ-Karitébutter zieht wunderbar ein und hinterläßt auf der Haut ein lange anhaltendes seidiges Gefühl. Wenn Sie allerdings mehr aufzutragen versuchen, als ihre Haut gerade braucht, dann bleibt das "obendrauf" stehen und ihre Hände z.B. fühlen sich fettig an oder die Gesichtshaut glänzt. Wieviel die Haut gerade braucht, ist nicht nur von Mensch zu Mensch sondern auch je nach Tagesform und Beanspruchung unterschiedlich. Empfehlung deshalb: mit einer kleinen Menge, wirklich nur einem Krümel anfangen und lieber nachnehmen, wenn es nicht reicht. Nach meiner eigenen Erfahrung ist die Sorte paradoxa etwas ergiebiger als die Sorte nilotica und der Effekt hält auch etwas länger an. Aber auch bei der nilotica sollte man kleine Mengen zu nehmen etwas üben – vor allem, wenn man von einer wasserhaltigen Creme oder Lotion umsteigt. Wenn Ihre Hände sehr beansprucht sind, z.B. von starken Putzmitteln oder in der Kälte rissig werden: Hier ist die alte Methode mit den Handschuhen hilfreich – am Abend vor dem Zu-Bett-Gehen relativ dick mit Karitébutter einmassieren, dünne Baumwoll-Handschuhe drüberziehen und die ganze Nacht einwirken lassen. Letztens habe ich einen Tip bekommen: gewöhnliche Haushalts-Handschuhe aus Latex oder Plastik für eine oder max. zwei Stunden über die eingebutterten Hände ziehen - der Hitzestau führt dazu, daß die Poren sich öffnen und die Wirkstoffe gut aufnehmen. An anderen Körperstellen erzielt Frischhaltefolie den gleichen Effekt. Aber wie gesagt: nicht zu lange drauf lassen. Ich selbst verwende nur noch Karitébutter – vom Gesicht über den Körper und die Hände bis zu den Füßen, bei Bedarf auch auf der Kopfhaut – und komme mit 100 ml ungefähr einen Monat aus. Im Winter und wenn ich mal häufig in die Sauna gehe, kann es auch etwas mehr sein. Wenn Ihre Hände durch häufiges Waschen oder gar Desinfizieren oder das Arbeiten mit Putzmitteln oder mit Erde etc. sehr beansprucht werden, werden Sie wahrscheinlich etwas mehr brauchen. Aber immer noch sehr wenig im Vergleich mit den herkömmlichen weichen Cremes, deren Hauptbestandteil nicht selten Aqua, also Wasser ist. |
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Was ist Karitébutter – eine Handcreme?Eine sehr gute Handcreme – und noch eine ganze Menge mehr. Überall – im Gesicht, am Körper, an den Beinen, an den Füßen – wo auch immer Sie das Bedürfnis haben, Ihrer Haut etwas Gutes zu tun, oder wo sie sich gar trocken, gespannt oder sogar juckend anfühlt – da können Sie mit reiner Karitébutter nicht nur weiche Haut, sondern auch Entspannung und Beruhigung erzielen. Eine Ärztin in München, Klinikleiterin und Spezialistin für Dermatologie und Allergologie speziell bei Kindern, hat mir bestätigt, daß "bekannt sei, daß Sheabutter bei Neurodermitis helfen kann". Selbstverständlich wird dadurch die Ursache, was immer sie auch sein mag, nicht beseitigt – aber Rückgang der Symptome, wenn das Kratzen und damit die Entzündungen auf der Haut gelindert werden, das ist ja auch nicht zu verachten. Aber Vorsicht – wenn Sie lange Zeit cortison-haltige Salben verwendet haben, diese nicht plötzlich absetzen, sondern langsam ausschleichen. Es hängt mit der Funktionsweise von Cortisonen zusammen, daß ein plötzliches Absetzen zu einer Explosion der Symptome führen kann. So schnell kann dann die beste Karitébutter nicht helfen.Lassen Sie sich beim "Ausschleichen" und gleitenden Übergang zur Karitébutter von Ihrer Ärztin / Ihrem Arzt beraten. Für die Herren interessant: Karitébutter als Balsam nach dem Rasieren verwenden – dazu kurz zwischen den Händen erwärmen und "erweichen". Gut für die kleinen und kleinsten Verletzungen, die beim Rasieren ja immer entstehen. Gut gegen Schwangerschafts-Dehnungsstreifen – wie es aussieht, erhöht Karitébutter die Elastizität auch tieferer Hautschichten. |
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Wie lange ist Karitébutter haltbar?Grundsätzlich sehr lange (in Afrika wird sie angeblich jahrelang aufbewahrt) – man unterscheidet hier:
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Wieso ist die große Dose so viel günstiger als die kleine?In der großen Dose ist mit 540 ml mehr fünfmal so viel Inhalt wie in der kleinen mit 95 ml – aber ein großer Teil der anderen Kosten – etwa für die Dose selbst, für das Abfüllen etc. – liegt zwar höher als für die kleine Dose, aber keineswegs fünfmal höher. Manche Kosten, z.B. Bestellannahme etc. entstehen überhaupt per Stück, von der Größe ganz unabhängig. |
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Stammt ITÉ-Karitébutter aus kontrolliert-biologischem Anbau?Ja und Nein
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Ist ITÉ-Karitébutter FairTrade-gehandelt?Ja und Nein - hängt davon ab, ob diese Frage inhaltlich oder "institutionell" gemeint ist. Nein – bis vor kurzem bekamen Fette kein FairTrade-Siegel. Das hat diese Organisation nun geändert. Allerdings ist die mit der Zertifizierung verbundene Bürokratie – ähnlich wie bei der bio-Zertifizierung sehr aufwendig und kostspielig. Zusätzlich sind die Lizenzgebühren für das Verwenden des FairTrade-Siegels eindeutig auf Groß-Unternehmen berechnet. Die Details lassen sich bei Interesse auf deren web-site nachlesen. Ja – inhaltlich betrachtet: Das französische Unternehmen, von dem ich die kaltgepreßte Karitébutter paradoxa beziehe, bezahlt den Sammlerinnen der Nüsse tatsächlich deutlich mehr als den ortsüblichen oder handelsüblichen Preis der "normalen" Aufkäufer. Dahinter steckt keine "Hilfe-Ideologie", sondern das Bedürfnis nach zuverlässiger, gleichbleibender, bester Qualität. Um diese geliefert zu bekommen, sind stabile und langfristige geschäftliche Beziehungen notwendig (inzwischen seit ca. 25 Jahren), welche auch Aufklärung und Schulung in Qualitätsfragen einbezieht, incl. strenger Qualitätskontrollen vor Ort – und selbstverständlich ein höherer Preis für bessere Qualität, während schlechte Qualität gar nicht erst abgenommen wird. Davon profitieren alle Seiten: Die Sammlerinnen, die einen zuverlässigen Abnehmer haben, der Jahr für Jahr für gute Qualität auch hohe Preise bezahlt. Das französische Unternehmen, das regelmäßig und zuverlässig gute Qualität beziehen kann. Die Konsumentinnen und Konsumenten, die zu einem gut vertretbaren Preis ein Produkt höchster Qualität erhalten und gleichzeitig wissen, daß die afrikanischen Sammlerinnen nicht übervorteilt worden sind. Dieses Vorgehen unterscheidet sich deutlich von einer Art des "fairen Handelns", bei welchem es sich bei genauerer Betrachtung um versteckte Spenden handelt – wenn das eingehandelte Produkt von so schwacher Qualität ist, daß die einheimischen Produzenten es außerhalb der "fair-Handels"-Beziehung gar nicht loswerden könnten. Und ein von der Qualität unabhängig hoher Preis auch keine Motivation bietet, an der Verbesserung der Qualität zu arbeiten. Was unter anderem die Frage aufwirft: Traut man diesen Menschen nicht zu, gute Qualität herzustellen oder, wenn die Bedingungen gute Arbeit erlauben, auch auf die Qualität ihrer eigenen Produkte Stolz zu entwickeln? Das britische Unternehmen, von dem ich die kaltgepreßte Karitébutter nilotica beziehe, hat für seine Anlage in Kenia das "Fair for Life"-Siegel des Instituts für Marktökologie (Sitz in der Schweiz) erhalten. Was mich ehrlich gesagt mehr beeindruckt, sind die Berichte über die jahrelangen Bemühungen um ökologisch und sozial nachhaltige Beziehungen und Produktionen in Indien, wo diese Firma schon viel länger aktiv ist. Mit den Fragen, welche der Begriff fair in diesen Zusammenhängen für mich aufwirft, werde ich mich später etwas eingehender auseinandersetzen. (Möglicherweise im blog - siehe Menü) |
Die Bilder auf dieser Seite sind Ausschnitte aus Stoffen westafrikanischer Herkunft Uta Baunach verkauft diese und andere über ihre Afrika-Boutique ganz herzlichen Dank für die Bilder |
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| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 05. September 2009 um 15:55 Uhr |
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