Leib & Lebens-Kunst — Kunst + Kosmetik

Dr. Gertrud Kamper & Francine Duroy GbR
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Gründen Alte anders?

Gründen Alte anders?


ALTE GRÜNDEN ANDERS

eine neue Projektidee von Conrad Bölicke, dem Gründer von arteFakt

Für mich ist es eher eine Frage – nicht gerade die, welche mich am stärksten umtreibt. Aber interessant wäre es schon, darüber mehr zu erfahren. Wenn man/frau zudem bedenkt, daß man und vor allem frau spätestens mit 50 als Gründerin zu den Alten gezählt wird. Und die Leute, die mit z.B. 60 Jahren noch ziemlich fit und gesund sind – aber für die es weder mit einem "Normal-Arbeitsplatz" noch mit einer ausreichenden Altersversorgung klappt, die werden ja eher mehr als weniger. Darunter sind sicher nicht wenige, welche hoch qualifiziert sind und auch motiviert, ihre Angelegenheiten in eigene Hände zu nehmen und noch was aufzubauen.


Hier Conrad Bölicke in einem Text in den "Auskünften 2007":

"Gertrud Kamper ist auf der Suche nach einer Arbeit nach der Arbeit. Ihre berufliche Leistung fand und findet keine Entlohnung, die ihr im Alter mehr als eine Grundversorgung einbringen wird. Was tun? Diese Frage werden sich zukünftig auch andere stellen und stellen müssen. Es ist an der Zeit, das Problem nicht nur gesellschaftspolitisch zu erörtern, sondern diese Debatte auch selbst, von unten, mit eigenem Ausprobieren zu flankieren. Gertrud Kamper will es wagen und ihren Prozess dabei so transparent gestalten, dass er beobachtbar wird und dass darauf Einfluss genommen werden kann. So wird lebendiges Lernen ermöglicht - eigentlich ebenso, wie sie auch mit ihrem wissenschaftlichen und künstlerischen Anspruch arbeitet, mit Kreativität und Wissenskunst."

(Die Auskünfte sind eine von arteFakt jährlich herausgegebene Zeitschrift für ihre Kundinnen und Kunden. Kann man auch aus dem Netz als pdf-Datei runterladen. Die gedruckte Ausgabe ist aber wirklich zu empfehlen, ist sehr schön gemacht.)

Bis jetzt ist "ALTE GRÜNDEN ANDERS" erst eine Idee, als Projekt ist das noch in Arbeit.
Aber trotzdem schon geeignet, Nachdenken anzustoßen ...

Nah dran an der Praxis sehe ich im Moment die Unterschiede eher zwischen nebenberuflichen GründerInnen und solchen, die sich ganz auf ihr neues Vorhaben konzentrieren und bis zum Durchbruch von geliehenem Geld leben. Allerdings sollen in Untersuchungen über Existenzgründungen altersabhängige Unterschiede festgestellt worden sein. Mal davon abgesehen, daß es ungünstig ist 60 zu sein, wenn man/frau von der Bank einen Gründungskredit brauchen sollte.

Der Versuch, bei einer Geschäftsgründung auf höchster Qualität wie auf dem kulturellen Kontext der angebotenen Produkte zu bestehen, ist meines Erachtens nicht altersabhängig.

Rückblickend sage ich:

  • vielleicht bin ich erwachsen geworden, als die Sommer nicht mehr endlos waren – als ich mir bereits zu Beginn der Ferien dessen bewußt war, daß sie auch wieder enden werden
  • und alt bin ich vielleicht, seit ich mir dessen bewußt bin, daß ich keine unendliche Zeit mehr vor mir habe – da plant man/frau doch anders als in jungen Jahren, wo sich Leben noch so endlos vor einem zu erstrecken scheint

 

Interessant erscheint mir allerdings: Werden sich immer mehr Menschen motiviert sehen, mit 60 Jahren ihre gesammelten beruflichen und weiteren Erfahrungen und Interessen in eine Geschäftsgründung einzubringen – motiviert aus wirtschaftlichen Notwendigkeiten – anstatt ganz klassisch an ehrenamtliches Engagement als Rentner zu denken?

Interessant wird es jedenfalls werden, was sich aus dem "Alte gründen anders"-Projekt alles so ergeben wird.

Sollten Sie Interesse haben, sich an einer Diskussion zu dem Thema zu beteiligen - sprechen Sie uns an, Herrn Bölicke oder mich. (Kontaktdaten auf den home-pages von arteFakt und von Leib&LebensKunst)


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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 28. August 2009 um 14:04 Uhr
 
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