Leib & Lebens-Kunst — Kunst + Kosmetik

Dr. Gertrud Kamper & Francine Duroy GbR
Start Die Gründung von L&L-Kunst Gründen – drittes Jahr
  • A-
  • A
  • A+
  • Start
  • Beurre de Karité oder Sheabutter
  • Preise / Bestellen
  • Mit-Täterinnen und Mit-Täter
  • Die Gründung von L&L-Kunst
    • Zu diesem Vorhaben
    • Labor "entrepreneurship" und Gründerwerkstatt
    • Gründen – zweiter Schritt
    • Gründen – drittes Jahr
    • Erfahrungslernen, die zweite
    • Vom Gründen zum Aufbauen
    • Noch eine Runde (2010/11)
    • Gründen Alte anders?
  • Kunst+Kosmetik
  • Afrikanische Splitter
  • Kunst - die Bilder
  • häufig gestellte Fragen und Antworten - FAQs
  • Interessante Links
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Gästebuch
  • Impressum
  • Datenschutz
  • AGB
Gründen - drittes Jahr

Gründen - das dritte Jahr hat begonnen

Freiberufliche Erziehungswissenschaftlerin bin ich immer noch – und das ist immer noch eine eher brotarme, gelegentlich auch brotlose Kunst, darin dem Malen durchaus ähnlich. Doch gerade als ehemalige Erzieherin habe ich genug von der Welt gesehen, hier in diesem Land und anderswo, um mich als privilegiert glücklich zu schätzen – ich hungere nicht, ich friere nicht, ich langweile mich nie und erlebe das, was ich mache, als sinnvoll. Und ich bin bei der Entscheidung geblieben, meine eigene Chefin zu sein – mit Risiken und Vorteilen – und keine Form von Altersarmut, verschämt oder unverschämt, als meine Perspektive zu akzeptieren.

Ein Jahr älter bin ich geworden, nun bin ich wirklich 60. Und immer noch ist mir nicht klar, in welcher Weise der Spruch "Alte gründen anders" wirklich zutrifft. Auch deshalb bin ich auf die Entwicklung des gleichnamigen Projekts im Rahmen des arteFakt Netzwerks neugierig. Wie dem auch sei, die Leib&Lebens-Kunst ist nun offiziell gegründet und geht nach einem gelungenen Testlauf mit der neuen Edition Herbst 2007 in die zweite Runde. Ein Punkt ist allerdings wirklich anders als in jüngeren Jahren: Ich kann mir nicht mehr glaubhaft einreden, Leben ließe sich auf später verschieben.

3_Dosen_webDie Dosen der ITÉ - Edition Herbst 2007

Nach wie vor bin ich von der Beurre de Karité überzeugt und von ihrer Qualität begeistert. Und es freut mich, wenn Menschen mir erzählen, wie gut sie ihnen tut. Und wie immer liebe ich es, Konzepte zu entwickeln. Aber die ganze Idee praktisch umzusetzen, das ist die wirkliche Herausforderung – in erster Linie an meine Hartnäckigkeit und dann an die Balance zwischen Perfektionswunsch und Neigung zum Chaos.

Auch lerne ich immer noch weiter, und wie! Auch junge GründerInnen hätte es Nerven und letztendlich auch Geld gekostet, derart praktisch über die Gewährleistung bei Kaufverträgen lernen zu müssen, über Mängelrügen, Gutachter und die Versuche ehrbarer Geschäftsleute, Schäden schönzureden oder dem Kunden zuzuschieben – mich darüber hinaus noch einige weitere graue Haare. Lernprozesse eben – die Leib&Lebens-Kunst hat sie überstanden, ohne gleich zu Beginn wieder einzugehen. Angenehmere, weil produktive Beispiele sind der erste selbst gemachte Flyer und die neu gestaltete website. Zugegeben, ich habe in beiden Fällen einige hilfsbereite Menschen mit einer Menge Fragen genervt – doch gelernt habe ich dabei und dadurch wieder, und nicht wenig.


aktien_kopfstand_kl_133

Kamper, Gertrud
Aktien-Kopfstand, 2003
(Mischtechnik: Material, Aquarell)

Von der "Empfängnis" der Idee an bis zu den ersten Konturen des Konzepts der Leib&Lebens-Kunst dauerte es etwa ein Jahr, ein weiteres für die Testphase und die Gründung. Die zweite Abfüllung der ITÉ Beurre de Karité, der dritte Kunstfalter und der zweite "Afrikanische Splitter" eröffnen nun das dritte Jahr. Auch mit der Edition Herbst 2007 halte ich an der Idee fest, Kunst+Kosmetik+"afrikanische Splitter" als unvollkommenes Gesamtkunstwerk (UGK) anzubieten. "Unvollkommen", weil – erstens gibt es nichts, das sich nicht verbessern ließe, außerdem würde Vollkommenes schnell uninteressant.

Gleich geblieben ist, daß die Karitébutter wieder aus frischer Pressung ist und von der gleichen exquisiten Qualität. Neu: Nach den Rückmeldungen der KundInnen habe ich mich nun für schwarze Dosen entschieden, dabei für die 100ml die hand-schmeichelnde Form der vorherigen weißen behalten. Hört sich einfach an, aber wenn ich geahnt hätte, welche Schwierigeiten mit der praktischen Umsetzung dieser Entscheidung auf mich zukommen sollten ... Es soll aber nicht nur der Inhalt von hervorragender Qualität sein, sonder ein Produkt, das man/frau täglich zur Hand nimmt, soll auch schön und angenehm sein.

SonneAufErden_1

Kamper, Gertrud
Sonne auf Erden 1 - Letztes Aufflammen,
(Aquarell) 2003

 

 

 


pirogue_kl_133Kamper, Gertrud
Pirogue am Abend, 1999
(Aquarell)

Auch mit dem dritten "Kunstfalter" biete ich wieder Kunstdrucke von eigenen Bildern an. Diesmal ist die Auflage auf 100 Ex. limitiert.
Neu: ein Bild in Postkartengröße liegt als kleines Geschenk der ausführlichen Produkt-Information zu den Dosen bei. Zwar habe ich nach den ersten Erfahrungen die Idee aufgegeben, Karitébutter und Kunstfalter im Set anzubieten. Aber die Motivation ist wohl noch nicht ganz verschwunden.

Zur Information: eine Pirogue (sprich: piroog mit weichem g am Ende) ist ein echter Einbaum, heutzutage mit Brettern nach oben hin vergrößert und meist mit Außenbordmotor. Eine tief über dem Atlantik stehende Sonne gibt es an der westafrikanischen Küste nur am Abend. Kurz vorher kommen die Fischer zurück. Ein Baobab ist ein in vieler Hinsicht erstaunlicher und faszinierender Baum mit sehr ungewöhnlichen "Füßen".

Bleibe authentisch

Die Erfahrungen mit dem arteFakt-Netzwerk, seinen Mitgliedern und vor allem mit Conrad Bölicke und seinen Ansichten öffnen mir den Blick dafür, daß es auch unter den heutigen kapitalistisch/neo-liberalen Bedingungen Menschen gibt, die "anders" wirtschaften, trotzdem davon leben und andere dabei leben lassen.

Über die Kunst i.e.S. hinaus geht es auch um Kultur: das Gründen und Führen solcher Unternehmen ist ein praktischer Beitrag zur gesellschaftlichen Diskussion, kulturell wie sozial. Wer bestimmt denn, daß ökologische und soziale Interessen und Rücksichten nicht zur Grund-Idee eines Unternehmens gehören können? Daß alles anonym zu bleiben habe und Selbständige mit ihren KundInnen nur über Werbung kommunizieren können?

Bleibe authentisch, wurde ich beraten: arbeite hart, aber nicht daran, die Ecken und Brüche Deiner Biographie und vielleicht ungewöhnliche Kombinationen Deiner Interessen und Tätigkeiten zu verbergen. Dann geht es Dir beim Arbeiten besser – und es gibt Menschen, die es interessant finden, davon zu erfahren. Zunächst eine erstaunliche Idee für mich – aber wie so oft versuche ich über Ausprobieren herauszufinden, was dran ist.

 

 

< Zurück   Weiter >

E-Mail an eine Freundin, einen Freund
Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 05. September 2009 um 15:28 Uhr
 
Angebote