Vom Gründen zum Aufbauen
Dranbleiben – neue Saison 2009/10Am Ende waren es verschiedene Impulse, welche mich bewogen haben, trotz des im vorigen Beitrag beschriebenen Rückschlags weiterzumachen:
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Kamper, Gertrud
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Idee → Gründung → Aufbauphase
Problem und KreativitätWoher kommen Ideen? Nach in Kreativitättheorien weitgehend akzeptierter Auffassung entstehen neue Ideen u.a. dadurch, daß der Impuls, ein Problem lösen zu wollen, mit Kenntnissen und Informationen aus verschiedenen Gebieten zusammengebracht wird, welche alle erstmal keine Berührungspunkte untereinander haben – und auf einmal setzt jemand das alles in Verbindung und sieht dadurch etwas Neues. Dieser Prozeß wird häufig als "der Gedanke ist mir gekommen, ist aufgetaucht, war auf einmal da" u.ä. beschrieben – eine Idee wird eher gefunden oder als Einfall, Eingebung "empfangen", weniger konstruiert. Mein Problem, für das ich eine Lösung brauchte, war simpel und trifft zunehmend mehr Menschen: hochqualifiziert, an vielem interessiert und viele Jahre engagiert tätig gewesen – aber in Beschäftigungsformen, daß sich am Ende nur eine Minimalrente ergibt. Also mußte ich mir etwas einfallen lassen: als "Arme Alte" zu leben finde ich keine akzeptable Perpektive. Freie Erziehungswissenschaft und Kunst – nicht besonders aussichtsreich in bezug auf Einkommen, aber vielleicht sinnvoll in etwas Neues einzubringen. Interessengebiete hatte und habe ich viele – und nach einer Weile zeichnete sich ab, daß sich die Bereiche Kunst, Afrika, Soziales, Wissensvermittlung und Erwirtschaftung eines Einkommens (und das nicht nur für mich) auf eine sehr spannende Weise integrieren lassen – als Selbständige bzw. Unternehmerin allerdings mit gewissem Risiko. In diesem Prozeß gab es auch Momente des Nichtweiterwissens und der Kleinmütigkeit – aber eben auch Unterstützung und Großzügigkeit von verschiedenen Seiten, welche ich staunend und dankbar angenommen habe. |
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Empfängnis der Idee bis GründungEin Jahr ungefähr von der "Empfängnis" bis zu den ersten, deutlich sichtbaren Konturen des Konzepts von Leib&LebensKunst. Ein weiteres für die ersten Testphasen (vieles läßt sich eben nur praktisch herausfinden) und für die offizielle Gründung. Dazwischen Zeiten des Verschiebens ins Nebenberufliche, wenn ich mich wieder für eine Weile pädagogisch engagierte – eine Frage von Kraft und Fokussierung. Die ersten Kundinnen und Kunden gaben feed-back und sorgten so für Anpassungen des Konzepts, aber auch für Bestätigung der Idee. Das folgende Jahr brachte einen Probelauf unter Praxisbedingungen und in Echtzeit. Dabei wurde die eine und andere kleinere Schwachstelle sichtbar – und eine riesig große, vgl. im vorhergehenden Beitrag die Beschreibung des Rückschlags in der letzten Saison. Lernprozesse über Lernprozesse. Die Erfahrungen überzeugten mich aber auch davon, daß es Menschen gibt, die Karitébutter in dieser Qualität wollen und auch mein "Drumherum", v.a. die ausgiebigen Informationen schätzen. |
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Start der AufbauphaseJetzt geht es darum, so viel Karitébutter "unters Volk" zu bringen, daß das ganze Projekt in absehbarer Zeit auch ökonomisch ein Erfolg wird. Schließlich handelt es sich weder um ein Hobby noch um eine Spendenaktion. Der Aufbau braucht noch reichlich Ideen und Arbeit und auch die Hilfe der Kundinnen und Kunden – zunächst als Weiterempfehlung, die berühmte Mund-zu-Mund-Werbung. Dann aber auch durch weitere Rückmeldungen zu Gefallen/Nichtgefallen und evtl. mit eigenen Einfällen. (Anregungen dazu siehe HIER) Diese Unternehmung wird immer ein kreativer Prozeß bleiben. Und parallel laufen im Hintergrund die Überlegungen für weitere Schritte – das Konzept enthält noch einige in die Zukunft weisende Ziele unter den Stichworten: Afrika, Kunst, Ökonomie, Ausbildung als auch social entrepreneurship. |
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| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 05. September 2009 um 15:32 Uhr |




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